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Kaufen oder mieten? Warum diese Entscheidung Ihr finanzielles Leben prägt

Wie Gerd Kommer mit Fakten, Daten und klaren Worten einen der größten Wohnmythen unserer Zeit entlarvt

11.01.2026 9 min

Zusammenfassung & Show Notes

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Eine Frage, die Generationen beschäftigt 

Die Entscheidung zwischen Kaufen oder Mieten gehört zu den prägendsten finanziellen Weichenstellungen im Leben. Kaum ein anderes Thema ist emotional so aufgeladen, gesellschaftlich so stark normiert und wirtschaftlich so folgenreich zugleich. Über Jahrzehnte hinweg galt der Immobilienkauf als nahezu unumstößliche Wahrheit: Wer es sich leisten kann, kauft. Wer mietet, wirft angeblich Geld zum Fenster hinaus. Diese Sichtweise ist tief in den Köpfen verankert, genährt von Politik, Banken, Medien, Maklern und nicht zuletzt von familiären Überzeugungen, die oft ungeprüft weitergegeben werden. 

Doch genau an diesem Punkt setzt Gerd Kommer mit seinem Buch „Kaufen oder mieten? Wie Sie für sich die richtige Entscheidung treffen“ an. Der renommierte Finanzexperte, bekannt für seine nüchterne, datenbasierte Analyse von Geldanlagen, stellt eine der grundlegendsten Lebensfragen auf den Prüfstand. Nicht mit Meinungen oder Bauchgefühlen, sondern mit Zahlen, historischen Datenreihen und ökonomischer Logik. Das Ergebnis ist ein Werk, das vielen Leserinnen und Lesern die Augen öffnet und eingefahrene Denkmuster nachhaltig erschüttert. 

Der Immobilienboom und seine trügerischen Versprechen 

Der Zeitpunkt für dieses Buch könnte kaum passender sein. Seit Jahren erleben wir einen beispiellosen Immobilienboom. In Großstädten sind Wohnungen Mangelware, im Umland steigen die Preise, und das Homeoffice hat den Wunsch nach mehr Wohnfläche zusätzlich befeuert. Immobilien gelten wieder einmal als Betongold, als sichere Bank in unsicheren Zeiten, als vermeintlich perfekte Altersvorsorge. Gleichzeitig verlieren klassische Sparformen an Attraktivität, während viele Menschen den Kapitalmarkt als kompliziert oder riskant empfinden. 

Gerd Kommer stellt diese Gemengelage in einen größeren Kontext. Er zeigt, dass steigende Preise allein kein Beweis für eine gute Investition sind und dass vergangene Wertentwicklungen oft falsch interpretiert werden. Besonders eindrücklich ist seine Analyse langfristiger Immobilienrenditen, die er nicht isoliert betrachtet, sondern konsequent mit alternativen Anlageformen wie Aktien, Anleihen und ETFs vergleicht. Dabei wird deutlich, dass die wirtschaftliche Realität von selbstgenutzten Immobilien häufig weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. 

Kaufen oder mieten als Rechenaufgabe 

Ein zentrales Verdienst des Buches liegt darin, die emotionale Debatte auf eine sachliche Ebene zurückzuführen. Kommer macht klar, dass die Frage Kaufen oder Mieten in erster Linie eine Rechenaufgabe ist. Er zeigt, welche Kosten beim Immobilienkauf tatsächlich anfallen, von Kaufnebenkosten über Instandhaltung bis hin zu Opportunitätskosten des gebundenen Kapitals. Viele dieser Faktoren werden in gängigen Vergleichsrechnungen entweder unterschlagen oder massiv unterschätzt. 

Besonders aufschlussreich ist der Vergleich zwischen einem Eigenheimbesitzer und einem Mieter, der die finanzielle Differenz konsequent am Kapitalmarkt investiert. Hier kommt Kommers langjährige Expertise im Bereich ETFs und Indexfonds zum Tragen. Er erläutert verständlich, warum breit gestreute Kapitalmarktanlagen historisch oft höhere Renditen erzielt haben als Wohnimmobilien und weshalb das Risiko dabei nicht zwangsläufig größer sein muss. Diese Perspektive ist für viele Leser ungewohnt, aber gerade deshalb so wertvoll. 

Die Macht der Mythen rund um das Eigenheim 

Ein großer Teil des Buches widmet sich der systematischen Entlarvung weit verbreiteter Mythen. Einer der bekanntesten ist die Annahme, Miete sei verlorenes Geld. Kommer zeigt anhand realer Daten, dass dies in vielen Fällen schlicht falsch ist. In Deutschland lag der Mieter über lange Zeiträume hinweg oft deutlich besser als der Käufer, wenn man das Endvermögen betrachtet. Ein weiterer Mythos betrifft die Altersvorsorge. Das schuldenfreie Eigenheim im Ruhestand gilt als Inbegriff finanzieller Sicherheit, doch auch hier widersprechen die Zahlen der gängigen Meinung. 

Besonders spannend ist Kommers internationaler Blick. Er analysiert Immobilienmärkte in zahlreichen Ländern über Zeiträume von mehreren Jahrzehnten und macht deutlich, dass auch Immobilien Preiszyklen unterliegen, inklusive langer Phasen realer Wertverluste. Diese historische Einordnung fehlt in vielen populären Ratgebern und ist ein wesentlicher Grund, warum „Kaufen oder mieten?“ als Standardwerk gilt. 

Lebensstil, Freiheit und persönliche Prioritäten 

So sehr Gerd Kommer auf Zahlen und Fakten setzt, so wenig reduziert er die Entscheidung auf reine Mathematik. Ein großer Mehrwert des Buches liegt in der differenzierten Betrachtung der sogenannten weichen Faktoren. Kaufen oder Mieten ist immer auch eine Frage des Lebensstils, der persönlichen Freiheit und der individuellen Lebensplanung. Ein Eigenheim kann Sicherheit, Gestaltungsfreiheit und emotionale Bindung bieten, bringt aber auch Verpflichtungen, eingeschränkte Mobilität und ein hohes Klumpenrisiko mit sich. 

Kommer beschreibt diese Aspekte ohne Wertung und ohne missionarischen Eifer. Er macht deutlich, dass es gute Gründe für den Kauf einer Immobilie geben kann, ebenso wie für das bewusste Mieten. Entscheidend ist, dass die Entscheidung informiert, reflektiert und frei von Illusionen getroffen wird. Genau hier setzt das Buch an und liefert die notwendige Entscheidungsgrundlage. 

Gerd Kommer als Autor und Vordenker 

Gerd Kommer ist längst eine feste Größe in der deutschen Finanzbildungslandschaft. Als Gründer und Geschäftsführer mehrerer Vermögensverwaltungen und als Autor zahlreicher Bestseller hat er maßgeblich dazu beigetragen, das Wissen über ETFs, Indexfonds und rationale Geldanlage zu verbreiten. Seine eigene Biografie, geprägt von frühen Fehlinvestitionen und dem daraus entstandenen Wunsch nach fundierter Finanzbildung, verleiht seinen Büchern zusätzliche Glaubwürdigkeit. 

In „Kaufen oder mieten?“ verbindet Kommer seine finanzökonomische Expertise mit einer klaren, manchmal unbequemen Sprache. Er scheut sich nicht, Interessen von Banken, Maklern und Bauträgern offen zu benennen und kritisch zu hinterfragen. Genau diese Unabhängigkeit wird von vielen Leserinnen und Lesern geschätzt, wie die zahlreichen positiven Rezensionen und Pressestimmen zeigen. 

Rezeption und Wirkung des Buches 

Die Resonanz auf das Buch ist beeindruckend. Medien wie das Handelsblatt, die Süddeutsche Zeitung, n-tv und zahlreiche Fachpublikationen loben die Tiefe, die wissenschaftliche Fundierung und die Praxisnähe des Werks. Viele bezeichnen es als Pflichtlektüre für Immobilieninteressierte, andere als Augenöffner oder als konkurrenzlos hochwertigen Ratgeber. Auch Leserbewertungen spiegeln diese Einschätzung wider. Immer wieder wird hervorgehoben, wie sehr das Buch dabei hilft, eine rationale, faktenbasierte Entscheidung zu treffen. 

Gleichzeitig polarisiert der klare Standpunkt des Autors. Einige Leser empfinden den Stil als anspruchsvoll oder fordernd, was jedoch weniger als Schwäche denn als Konsequenz der komplexen Materie zu verstehen ist. Wer einfache Antworten sucht, wird hier nicht fündig. Wer jedoch bereit ist, sich mit Zahlen, Zusammenhängen und unbequemen Wahrheiten auseinanderzusetzen, erhält einen enormen Erkenntnisgewinn. 

Warum dieses Buch heute wichtiger ist denn je 

In einer Zeit, in der finanzielle Entscheidungen zunehmend individualisiert werden müssen und traditionelle Sicherheiten bröckeln, ist fundierte Finanzbildung unverzichtbar. „Kaufen oder mieten?“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Das Buch ermutigt dazu, gängige Narrative zu hinterfragen, selbst zu rechnen und Verantwortung für die eigenen finanziellen Entscheidungen zu übernehmen. 

Gerade im Zusammenspiel mit Kommers weiteren Werken zu ETFs und langfristigem Vermögensaufbau entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der weit über die Immobilienfrage hinausgeht. Es geht um finanzielle Souveränität, um informierte Entscheidungen und um die Freiheit, den eigenen Lebensweg unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen zu gestalten. 

Ein Plädoyer für rationale Entscheidungen 

Am Ende steht keine pauschale Empfehlung, sondern ein differenziertes Fazit. Kaufen ist nicht per se gut, Mieten nicht per se schlecht. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile, die stark von individuellen Rahmenbedingungen abhängen. Gerd Kommer liefert das Handwerkszeug, um diese Bedingungen realistisch einzuschätzen und eine Entscheidung zu treffen, die langfristig trägt. 

Damit ist „Kaufen oder mieten?“ weit mehr als ein Immobilienratgeber. Es ist ein Buch über kritisches Denken, über den Mut zur eigenen Analyse und über den Abschied von bequemen Mythen. Wer sich mit dem Gedanken an ein Eigenheim beschäftigt oder seine bisherige Entscheidung hinterfragen möchte, findet hier eine fundierte, ehrliche und außergewöhnlich tiefgehende Orientierung. 

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